Unsere Werte erklärt

Leitwert

Gott hat unser Leben durch Jesus Christus sehr verändert.

Wir lieben Ihn und Sein Wort und bezeugen Seine Gnade und Liebe.

Wir helfen und begleiten uns gegenseitig in der Jüngerschaft Jesu

und befähigen uns so, durch die Kraft des Heiligen Geistes,

unser Leben, unsere Umstände und damit unsere Welt verändern.

Hingabe

Unser Hingabe-Wert: Sich hinzugeben an den drei-einen Gott (Vater, Sohn und Heiliger

Geist) ist eine zentrale Notwendigkeit für ein Leben in echter Gemeinschaft mit Ihm.

Jünger Jesu können wir nur sein, wenn wir unser Leben an Gott abgegeben haben. Die

einzig mögliche Antwort auf die Einladung Jesu, der Sein Leben für unsere Rettung

hingegeben hat, ist die, auch unser Leben Ihm hinzugeben und unter Seiner guten

Herrschaft zu leben. Er sitzt auf dem Thron und wir gehören Ihm.

Familie

Unser Familien-Wert: Familie sein ist das, was wir als Gemeinde in unserem Miteinander

anstreben. Gemeinde als Familie ist nicht nur ein biblisches Bild sondern eine geistliche

Tatsache.

Wie im Gleichnis Jesu vom verlorenen Sohn beschrieben, sind wir durch unsere

Umkehr (Buße) wieder von Gott in Sein Vaterhaus aufgenommen worden. Wir sind

heim gekommen. Gott hat uns ohne Wenn und Aber angenommen als Seine Kinder.

Dies ist unsere neue Identität. Die Zugehörigkeit zur Familie Gottes wird durch die

neue Geburt erworben, die Gott bewirkt. Einen anderen Weg gibt es nicht. Weil wir

Gottes Familie angehören, können wir authentisch leben und echt sein. Als Kinder

Gottes sind wir Geschwister, stehen füreinander ein und sind füreinander da.

Jüngerschaft

Unser Jüngerschafts-Wert: Jünger Jesu sein heißt Schüler Jesu sein, ein Leben lang. Jesus,

unserem Lehrer, bereitwillig nachzufolgen, und von Ihm zu lernen und Seinen

Anweisungen zu folgen, ist keine Option, sondern die Erwartung von Jesus an uns.

Als Kinder Gottes sind wir darauf angewiesen, ein Leben in der Gemeinschaft mit Ihm

auch ganz praktisch zu lernen. Dieser Prozess umfasst unser ganzes Leben und prägt

unser Miteinander in der Gemeinde. Wir lassen uns von erfahreneren Geschwistern

anleiten zu einem Leben in den Ordnungen Gottes. Dies erfordert unsere

Bereitwilligkeit zur Unterordnung. So ermutigen und ermahnen wir uns gegenseitig

und lernen, einander zu dienen, wie Jesus es uns gelehrt und vorgelebt hat. Wir

vertrauen einander und lernen in guten Beziehungen transparent zu werden. So, wie

Jesus Seine Jünger ausgesendet und zuvor bevollmächtigt hat für Seinen Auftrag, so

werden auch wir von der Gemeinde, dem Leib Jesu, ausgesendet und mit der

notwendigen Autorität für die Aufgaben ausgestattet.

Wiederherstellung

Unser Wert der Wiederherstellung: Jeder Mensch ist unermesslich wertvoll, ein

Meisterwerk Gottes. Jedoch wurde jedes Lebenshaus durch Sünde zerstört und dem Abriss

(Tod) preisgegeben. Gottes Ziel mit uns ist nicht die Renovierung unseres Lebenshauses

sondern ein kompletter Neubau. Durch die neue Geburt ist unser Geist bereits

wiederhergestellt. Doch auch unsere Seele und unser Körper werden zunehmend durch

den Heiligen Geist „verwandelt durch die Erneuerung unseres Sinnes“ (Rö. 12:2).

Als guter Vater hat Gott die Absicht unser Leben in allen Bereichen wiederherzustellen.

Die Wiederherstellung unserer Seele und unseres Körpers erfahren wir nur durch

vollkommene Kooperation mit dem Geist Gottes, der die verschiedenen Bereiche

unseres Lebens mehr und mehr durchdringen will. Sein Ziel ist es, in uns göttliche

Liebe (Agape), zu uns selbst und zu allen Menschen, hervorzubringen. Wir werden

anderen Menschen gegenüber sanftmütig und geduldig weil Gott dies auch uns

gegenüber ist. Die Liebe Gottes zu den Menschen drückt sich bei uns durch echte

Wertschätzung aus, unabhängig von Sympathie. Wir hören zu, sind aufmerksam und

sensibel, halten ungute Verhaltensweisen aus und beten für unser Gegenüber. Weil wir

selbst ständig auf die Vergebung Gottes angewiesen sind, streben wir danach, ebenso

ständig und ohne „ein letztes Mal“, anderen zu vergeben. Dazu leitet uns der Heilige

Geist an, erbarmend, hoffnungsvoll und einander erbauend. So bringt Gott Sein Heil in

unsere Beziehungen und unser Miteinander.

Dienst

Unser Dienst-Wert: Einander dienen ist immer verbunden mit der Liebe Gottes. Wir

haben kein Arbeitgeber/Arbeitnehmer-Verhältnis. Einander dienen lernt jeder für sich an

Gottes Wort und in gelebter Gemeinschaft. Wir bemessen unseren Dienst nicht am Dienst

des Bruders oder der Schwester, sondern an dem, was Gott uns zu tun aufträgt.

Vorbild für unser Dienen ist Jesus, der „nicht kam um bedient zu werden sondern um

zu dienen“ (Mt. 20:28). Merkmale unseres Dienens sind Treue und Zuverlässigkeit, was

wiederum Hingabe an den Dienst erfordert, unabhängig davon, ob es sich um einen

Putz-, Technik-, Verkündigungsdienst oder Dienst am Menschen handelt. Unsere

Motivation ist nicht Anerkennung von Menschen, eigene Ehre oder eine Gegenleistung.

Vielmehr ist unser Dienst die Antwort auf den Dienst Jesu an uns (Lk. 17:10). Jesus

diente selbstlos, es ging Ihm nicht darum selbst groß rauszukommen, sondern Seinem

Vater Freude zu machen und Ehre zu geben. So geschieht uns Dienst aus Liebe zu

unserem Nächsten und nicht nach einem bestimmten Zeitmaß. In Demut achten wir

den anderen höher als uns selbst (Phil. 2:3).

Leiterschaft

Unser Leiterschafts-Wert: Die Leitung der Gemeinde besteht aus erfahrenen Männern, die

von Gott in diesen verantwortungsvollen Dienst berufen wurden. Gemeinsam bilden sie

das Ältestenteam, das in Einheit und in Übereinstimmung mit Gottes Wort die Richtung

weist. Vorrangige Aufgaben sind das Gebet und die Verkündigung des Wortes Gottes (Apg.

6:4). Doch auch für die Förderung nachfolgender Generationen suchen und finden sie

Wege und Arbeitsfelder.

Leitung durch Schwestern und Brüder wird jedoch auch in den verschiedenen

Arbeitszweigen der Gemeinde benötigt und eingesetzt. Entgegen den Prinzipien

weltlicher Ordnungen sind Menschen in Leitungsverantwortung Diener (griech.

Diakone). Dennoch haben sie durch ihr Amt Autorität verliehen bekommen, die sie

aber nicht zum „Herrschen“ missbrauchen (2.Kor. 1:24). Sie sind erfüllt mit dem

Heiligen Geist und so ist ihr Dienst geist-geleitet. Leiter führen ein vorbildliches Leben,

sowohl in ihrem Gemeindedienst als auch privat und beruflich. Sie zeichnen sich durch

eine geistliche Reife aus, die nicht zwingend erst nach Jahren der Jüngerschaft

gewachsen ist. Auch junge Christen können geistlich reif sein, ebenso, wie ältere

Christen diese Reife vielleicht noch nicht erreicht haben. Auch Menschen in

Leitungsverantwortung bleiben belehrbar und korrekturfähig. Daraus folgt, dass auch

Geschwister in Leitungsverantwortung sich weiterhin in Jüngerschaft befinden und

selbst geleitet werden, in unserer Gemeinde durch den apostolischen Dienst.

Anmerkungen:

- Das Wort „Vision“ habe ich in „Leitwert“ abgeändert, damit es nicht zu Fehldeutungen

kommt mit der „Vision“ in unserer Gemeindeordnung. Um der besseren

Verständlichkeit habe ich den Begriff „bejüngern“ etwas ausgelegt.

- Diese Arbeit ist von mir nur als Vorschlag bzw. Gesprächsvorlage gedacht. Eine

Version mit ausführlichen Stellenangaben kann gerne nachgereicht werden.

- Die rot gekennzeichneten Begriffe entsprechend den „definierten, vorgegebenen

Werten“.

- Den definierten Wert „Herr-gegeben“ konnte ich nicht einordnen, kann ggf.

nachgeholt werden.

- Den definierten Wert „Identität“ habe ich aus dem Bereich „Jüngerschaft“ in den

Bereich „Familie“ verschoben, m.E. gehört er eher dorthin.

- Manches hätte ich gerne etwas näher ausgeführt bzw. auch ergänzt. Ich habe mich, so

gut es ging, aber an die Vorgabe gehalten.

- Ein Wert, der m.E. ganz unter den Tisch gefallen ist, ist die „Gnade“. Doch das wurde

mir auch erst bei der tieferen Beschäftigung deutlich.