Gottesdienst
Mai
Leitwert
Gott hat unser Leben durch Jesus Christus sehr verändert.
Wir lieben Ihn und Sein Wort und bezeugen Seine Gnade und Liebe.
Wir helfen und begleiten uns gegenseitig in der Jüngerschaft Jesu
und befähigen uns so, durch die Kraft des Heiligen Geistes,
unser Leben, unsere Umstände und damit unsere Welt verändern.
Hingabe
Unser Hingabe-Wert: Sich hinzugeben an den drei-einen Gott (Vater, Sohn und Heiliger
Geist) ist eine zentrale Notwendigkeit für ein Leben in echter Gemeinschaft mit Ihm.
Jünger Jesu können wir nur sein, wenn wir unser Leben an Gott abgegeben haben. Die
einzig mögliche Antwort auf die Einladung Jesu, der Sein Leben für unsere Rettung
hingegeben hat, ist die, auch unser Leben Ihm hinzugeben und unter Seiner guten
Herrschaft zu leben. Er sitzt auf dem Thron und wir gehören Ihm.
Familie
Unser Familien-Wert: Familie sein ist das, was wir als Gemeinde in unserem Miteinander
anstreben. Gemeinde als Familie ist nicht nur ein biblisches Bild sondern eine geistliche
Tatsache.
Wie im Gleichnis Jesu vom verlorenen Sohn beschrieben, sind wir durch unsere
Umkehr (Buße) wieder von Gott in Sein Vaterhaus aufgenommen worden. Wir sind
heim gekommen. Gott hat uns ohne Wenn und Aber angenommen als Seine Kinder.
Dies ist unsere neue Identität. Die Zugehörigkeit zur Familie Gottes wird durch die
neue Geburt erworben, die Gott bewirkt. Einen anderen Weg gibt es nicht. Weil wir
Gottes Familie angehören, können wir authentisch leben und echt sein. Als Kinder
Gottes sind wir Geschwister, stehen füreinander ein und sind füreinander da.
Jüngerschaft
Unser Jüngerschafts-Wert: Jünger Jesu sein heißt Schüler Jesu sein, ein Leben lang. Jesus,
unserem Lehrer, bereitwillig nachzufolgen, und von Ihm zu lernen und Seinen
Anweisungen zu folgen, ist keine Option, sondern die Erwartung von Jesus an uns.
Als Kinder Gottes sind wir darauf angewiesen, ein Leben in der Gemeinschaft mit Ihm
auch ganz praktisch zu lernen. Dieser Prozess umfasst unser ganzes Leben und prägt
unser Miteinander in der Gemeinde. Wir lassen uns von erfahreneren Geschwistern
anleiten zu einem Leben in den Ordnungen Gottes. Dies erfordert unsere
Bereitwilligkeit zur Unterordnung. So ermutigen und ermahnen wir uns gegenseitig
und lernen, einander zu dienen, wie Jesus es uns gelehrt und vorgelebt hat. Wir
vertrauen einander und lernen in guten Beziehungen transparent zu werden. So, wie
Jesus Seine Jünger ausgesendet und zuvor bevollmächtigt hat für Seinen Auftrag, so
werden auch wir von der Gemeinde, dem Leib Jesu, ausgesendet und mit der
notwendigen Autorität für die Aufgaben ausgestattet.
Wiederherstellung
Unser Wert der Wiederherstellung: Jeder Mensch ist unermesslich wertvoll, ein
Meisterwerk Gottes. Jedoch wurde jedes Lebenshaus durch Sünde zerstört und dem Abriss
(Tod) preisgegeben. Gottes Ziel mit uns ist nicht die Renovierung unseres Lebenshauses
sondern ein kompletter Neubau. Durch die neue Geburt ist unser Geist bereits
wiederhergestellt. Doch auch unsere Seele und unser Körper werden zunehmend durch
den Heiligen Geist „verwandelt durch die Erneuerung unseres Sinnes“ (Rö. 12:2).
Als guter Vater hat Gott die Absicht unser Leben in allen Bereichen wiederherzustellen.
Die Wiederherstellung unserer Seele und unseres Körpers erfahren wir nur durch
vollkommene Kooperation mit dem Geist Gottes, der die verschiedenen Bereiche
unseres Lebens mehr und mehr durchdringen will. Sein Ziel ist es, in uns göttliche
Liebe (Agape), zu uns selbst und zu allen Menschen, hervorzubringen. Wir werden
anderen Menschen gegenüber sanftmütig und geduldig weil Gott dies auch uns
gegenüber ist. Die Liebe Gottes zu den Menschen drückt sich bei uns durch echte
Wertschätzung aus, unabhängig von Sympathie. Wir hören zu, sind aufmerksam und
sensibel, halten ungute Verhaltensweisen aus und beten für unser Gegenüber. Weil wir
selbst ständig auf die Vergebung Gottes angewiesen sind, streben wir danach, ebenso
ständig und ohne „ein letztes Mal“, anderen zu vergeben. Dazu leitet uns der Heilige
Geist an, erbarmend, hoffnungsvoll und einander erbauend. So bringt Gott Sein Heil in
unsere Beziehungen und unser Miteinander.
Dienst
Unser Dienst-Wert: Einander dienen ist immer verbunden mit der Liebe Gottes. Wir
haben kein Arbeitgeber/Arbeitnehmer-Verhältnis. Einander dienen lernt jeder für sich an
Gottes Wort und in gelebter Gemeinschaft. Wir bemessen unseren Dienst nicht am Dienst
des Bruders oder der Schwester, sondern an dem, was Gott uns zu tun aufträgt.
Vorbild für unser Dienen ist Jesus, der „nicht kam um bedient zu werden sondern um
zu dienen“ (Mt. 20:28). Merkmale unseres Dienens sind Treue und Zuverlässigkeit, was
wiederum Hingabe an den Dienst erfordert, unabhängig davon, ob es sich um einen
Putz-, Technik-, Verkündigungsdienst oder Dienst am Menschen handelt. Unsere
Motivation ist nicht Anerkennung von Menschen, eigene Ehre oder eine Gegenleistung.
Vielmehr ist unser Dienst die Antwort auf den Dienst Jesu an uns (Lk. 17:10). Jesus
diente selbstlos, es ging Ihm nicht darum selbst groß rauszukommen, sondern Seinem
Vater Freude zu machen und Ehre zu geben. So geschieht uns Dienst aus Liebe zu
unserem Nächsten und nicht nach einem bestimmten Zeitmaß. In Demut achten wir
den anderen höher als uns selbst (Phil. 2:3).
Leiterschaft
Unser Leiterschafts-Wert: Die Leitung der Gemeinde besteht aus erfahrenen Männern, die
von Gott in diesen verantwortungsvollen Dienst berufen wurden. Gemeinsam bilden sie
das Ältestenteam, das in Einheit und in Übereinstimmung mit Gottes Wort die Richtung
weist. Vorrangige Aufgaben sind das Gebet und die Verkündigung des Wortes Gottes (Apg.
6:4). Doch auch für die Förderung nachfolgender Generationen suchen und finden sie
Wege und Arbeitsfelder.
Leitung durch Schwestern und Brüder wird jedoch auch in den verschiedenen
Arbeitszweigen der Gemeinde benötigt und eingesetzt. Entgegen den Prinzipien
weltlicher Ordnungen sind Menschen in Leitungsverantwortung Diener (griech.
Diakone). Dennoch haben sie durch ihr Amt Autorität verliehen bekommen, die sie
aber nicht zum „Herrschen“ missbrauchen (2.Kor. 1:24). Sie sind erfüllt mit dem
Heiligen Geist und so ist ihr Dienst geist-geleitet. Leiter führen ein vorbildliches Leben,
sowohl in ihrem Gemeindedienst als auch privat und beruflich. Sie zeichnen sich durch
eine geistliche Reife aus, die nicht zwingend erst nach Jahren der Jüngerschaft
gewachsen ist. Auch junge Christen können geistlich reif sein, ebenso, wie ältere
Christen diese Reife vielleicht noch nicht erreicht haben. Auch Menschen in
Leitungsverantwortung bleiben belehrbar und korrekturfähig. Daraus folgt, dass auch
Geschwister in Leitungsverantwortung sich weiterhin in Jüngerschaft befinden und
selbst geleitet werden, in unserer Gemeinde durch den apostolischen Dienst.
Anmerkungen:
- Das Wort „Vision“ habe ich in „Leitwert“ abgeändert, damit es nicht zu Fehldeutungen
kommt mit der „Vision“ in unserer Gemeindeordnung. Um der besseren
Verständlichkeit habe ich den Begriff „bejüngern“ etwas ausgelegt.
- Diese Arbeit ist von mir nur als Vorschlag bzw. Gesprächsvorlage gedacht. Eine
Version mit ausführlichen Stellenangaben kann gerne nachgereicht werden.
- Die rot gekennzeichneten Begriffe entsprechend den „definierten, vorgegebenen
Werten“.
- Den definierten Wert „Herr-gegeben“ konnte ich nicht einordnen, kann ggf.
nachgeholt werden.
- Den definierten Wert „Identität“ habe ich aus dem Bereich „Jüngerschaft“ in den
Bereich „Familie“ verschoben, m.E. gehört er eher dorthin.
- Manches hätte ich gerne etwas näher ausgeführt bzw. auch ergänzt. Ich habe mich, so
gut es ging, aber an die Vorgabe gehalten.
- Ein Wert, der m.E. ganz unter den Tisch gefallen ist, ist die „Gnade“. Doch das wurde
mir auch erst bei der tieferen Beschäftigung deutlich.
Hopeful ist ein Kanal der von Mitgliedern unserer Gemeinde betrieben wird und dem Gemeinde Kanal angegliedert ist.